Meditativer Tanz

meditativer TanzMeditativer Tanz im Pfarrsaal

Für die Durchführung unseres Angebots „Meditativer Tanz“ ist unser Pfarrgemeindemitglied Herr Christian Herrmann zuständig.

Herr Herrmann ist Schulrat im Kirchendienst, zuständig für regionale und überregionale religionspädagogische Fortbildungen (für staatliche und kirchliche Religionslehrkräfte) und begeisterter „Tanzlehrer“ mit sehr viel Geduld und keinerlei Anspruchsdenken.

Weitere Informationen zum Meditativen Tanz in unserer Pfarrei St. Konrad finden Sie in unserem Flyer:

Flyer Meditativer Tanz St. Konrad (PDF)

 Hinweis: Neue Termine werden baldigst bekannt gegeben.


Meditativer Tanz – Was ist das genau?

Meditative Tänze sind im Grunde genommen einfache Kreistänze, die in der Gruppe getanzt werden. Das Tempo variiert dabei von Tanz zu Tanz. Beim meditativen Tanzen kommt es nicht auf die Perfektion der Schritte und Gebärden an. Es gilt nicht für andere zu tanzen. Jeder tanzt zuallererst für sich selbst. Es ist auch nicht so wichtig, dass die Schrittabfolge zu 100% stimmt. Das Ziel ist keine Aufführung, und niemand sieht zu. Im Vordergrund stehen einzig und allein das Wohlbefinden, das Entspannen vom Alltag und das Genießen der Bewegung und Musik. Das gemeinsame Tanzen im Kreis erleichtert das Erlernen der Bewegungsabläufe. Die Gruppe „trägt“ einen durch den Tanz. Jeder Tanz wird vorgeführt und schrittweise eingeübt. Die Wiederholungen der Tänze an den folgenden Treffen führen dazu, dass der Körper „alleine“ tanzt. Geist und Seele erhalten mehr Raum, um sich zu entfalten.

Tanzbegeisterte sagen über das meditative Tanzen Folgendes: „Die Verbindung von Musik, Bewegung und Menschen regt alle Sinne an. Sobald die Musik und der Tanz verinnerlicht wurden, werden auch verstärkt der Geist und die Seele – meist unbewusst – angesprochen. Alles Alltägliche ist nicht mehr wichtig. Nebenbei wird auch noch viel gelacht.“

Tanzen bringt Freude - aber es hat auch noch ganz andere Vorteile.

Tanzen vereint Bewegung, Berührung und Musik und trainiert das Gehirn.  Die unterschiedlichen Schritte und Drehungen fördern  Konzentration und Koordination. Der Rhythmus der Musik aktiviert Hirnregionen, die auch für das Verarbeiten von Sprache zuständig sind. Tanzen macht glücklich, denn der Körper schüttet beim Tanzen die Glückshormone Dopamin und Endorphin aus. Bei chronischen Schmerzen lockert Tanzen die Muskulatur und kann Verspannungen lösen. Durch Tanzen sinkt außerdem der Wert des Hormons Kortisol im Blut - das befreit den Körper von Stress.


„Der Mönch, der tanzte“

Es war einmal ein Gaukler, der tanzend und springend von Ort zu Ort zog, bis er des unstetigen Lebens müde war. Da verschenkte er alles was er besaß und trat in ein Kloster ein. Aber weil er sein Leben bis dahin mit Springen, Tanzen und Radschlagen zugebracht hatte, war ihm das Leben der Mönche fremd, und er wusste weder ein Gebet zu sprechen noch ein christliches Lied zu singen. So ging er stumm umher, und wenn er sah, wie jedermann betete, aus frommen Büchern las und im Chor die Messe sang, stand er beschämt dabei: Ach, er allein, er konnte nichts.
Was tu ich hier? Ich weiß nicht zu beten und kann keine rechten Worte finden. Ich bin hier unnütz und der Kutte nicht wert, in die man mich kleidete.
In seinem Gram flüchtete er eines Tages, als die Glocke zum Chorgebet rief, in eine abgelegene Kapelle.
Wenn ich schon nicht mitbeten kann im Konvent der Mönche, so will ich doch tun, was ich kann. Rasch streifte er das Mönchsgewand ab und stand da in seinem bunten Röckchen, in dem er als Gaukler umhergezogen war. Und während vom hohen Chor die Psalmgesänge herüberwehten, begann er mit Leib und Seele zu tanzen, vor- und rückwärts, links herum und rechts herum.
Mal geht er auf seinen Händen durch die Kapelle, mal überschlägt er sich in der Luft und springt die kühnsten Tänze, um Gott zu loben. Wie lange auch das Chorgebet der Mönche dauerte, er tanzte ununterbrochen, bis ihm der Atem ausging und die Beine müde wurden.
Ein Mönch war ihm aber gefolgt und hatte durch ein Fenster seine Tanzsprünge mit angesehen und heimlich den Abt geholt. Am anderen Tag ließ dieser den Bruder zu sich rufen. Der Arme erschrak zutiefst und glaubte, er soll des verpassten Gebetes wegen gestraft werden. Also fiel er vor dem Abt nieder und sprach: Ich weiß, Herr, dass ich hier nicht mehr im Kloster bleiben kann. Also will ich aus freien Stücken gehen und wieder auf der Straße leben.
Doch der Abt neigte sich vor ihn, küsste ihn und bat ihn, für ihn und alle Mönche bei Gott einzustehen, so zu beten, wie er es gestern getan hat.

 

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